Notruf  

Feuerwehr und Rettungsdienst: 112

Polizei : 110

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Mit mittlerweile 114 Einsätzen, was in etwa allen zweieinhalb Tagen einem Einsatz entspricht, war
die Feuerwehr Forbach in diesem Jahr bereits kräftig gefordert. So mussten alleine im Oktober 20
und im November 19 Einsätze abgearbeitet werden.
Neben drei Einsätzen, bei denen es mit Öl oder Diesel verschmutzte Straßen zu reinigen galt, sowie
drei Einsätzen bei denen Personen durch die Helfer vor Ort Gruppe der Abteilung Hundsbach
erstversorgt werden mussten, stellten insbesondere mehrere abgestürzte Personen und Feuer die
Einsatzkräfte vor einige Herausforderungen.
So galt es am 20. Oktober einen abgestürzten Motorradfahrer zu retten. Dieser war auf der B462 im
Bereich des Haulerbergs von der Fahrbahn abgekommen und in ein unterhalb der Bundesstraße
liegendes Waldstück gestürzt. Entsprechend der Meldung auf eine abgestürzte Person wurde sowohl
die Abteilung Forbach als auch die Einsatzgruppe „Einfaches Retten aus Höhen und Tiefen“, kurz
„ERHT“, der Feuerwehr Forbach alarmiert. Vor Ort wurde der verunglückte Motorradfahrer mittels
Schleifkorbtrage aus dem steilen Gelände gerettet und anschließend dem Rettungsdienst übergeben.
Einen ebenso belastenden Einsatz stellte die Rettung einer abstürzten Person von der
Schwarzenbachtalsperre dar. Diese konnte aufgrund des schnellen Eingreifens von Feuerwehr und
Rettungsdienst noch lebend aus dem Tosbecken der Talsperre gerettet werden.
Weiterhin galt es im Oktober und November insgesamt fünf Meldungen mit dem Einsatzstichwort
„Feuer“ abzuarbeiten. So wurde die Feuerwehr am 23. Oktober zunächst zu einem Dachstuhlbrand in
die Sonnenhalde alarmiert. Dort war aufgrund von Dacharbeiten die Dämmung des Dachstuhles in
Brand geraten. Um dabei den Brand zu bekämpfen, wurde unter Atemschutz und mittels einer
Motorsäge die Dachhaut Stück für Stück geöffnet, das Brandgut mit Wasser abgelöscht und mit der
Wärmebildkamera auf noch vorhandene Glutnester kontrolliert. Zu einem weiteren Feuer wurde die
Abteilung Forbach am 26. Oktober alarmiert nachdem Anwohner einen kleineren Flächenbrand in
der Lindenstraße gemeldet hatten. Mit dem Stichwort Rauchentwicklung Gebäude wurden die
Einsatzkräfte 29. Oktober nach Bermersbach alarmiert. Dort war aufgrund der Fehlfunktion eines
Holzofens ein Gebäude verraucht worden, wobei es bei diesem Einsatz durch eine
Überdruckbelüftung das Gebäude zu entrauchen und zu belüften galt. Ebenfalls eine
Rauchentwicklung wurde am 21. November gemeldet, wobei es aufgrund von Umbauarbeiten in der
Sporthalle zu einer unbeabsichtigten Rauchentwicklung kam.
Den größten Teil der Einsätze im Oktober und November stand jedoch unter dem Einsatzstichwort
„Amtshilfe Wassernot“. Aufgrund der Trockenheit der vergangenen Monate sind die Quellen
insbesondere im Bereich Erbersbronn nahezu ausgetrocknet, so dass sich der dortige Hochbehälter
sich kaum noch aus der dortigen Quelle speisen lässt. Um die Bevölkerung im Bereich Erbersbronn
dennoch mit ausreichend Trinkwasser versorgen zu können, füllt die Feuerwehr Forbach derzeit
unter der Woche alle zwei Tage sowie am Wochenende jeden Tag den Hochbehälter in Erbersbronn
mit durchschnittlich 7000 bis 8000 Liter frischem Trinkwasser. Dazu sind mit dem Tanklöschfahrzeug
jeweils durchschnittlich vier bis fünf Fahrten notwendig. Hierdurch ergeben sich alleine für die
Monate Oktober und November in Summe 24 Einsätze, um die Wasserversorgung der Bevölkerung
mit frischem Trinkwasser aufrecht zu erhalten.



Es geht auch ohne Brechstange… Insgesamt 24 Teilnehmer, davon 12 aus der Feuerwehr Forbach und weitere 12 von weiteren Feuerwehren aus dem Landkreis Rastatt (Bühl, Ottersweier, Iffezheim, Rastatt, Kuppenheim, Weisenbach) haben am 15. Dezember in Theorie und Praxis im Gerätehaus Forbach nicht nur die rechtlichen Grundlagen, sondern auch in mehreren Stationsübungen das richtige Vorgehen erlernt, wenn die Feuerwehr vor „verschlossenen Türen“ steht und Gefahr im Verzug ist. Dies geschah unter der Leitung von Frank Hüsch, der nicht nur an der Landesfeuerwehrschule in Bruchsal als Dozent tätig ist, sondern auch das Rote Heft "Notfalltüröffnung" heraus gegeben hat. Die Schaffung eines zerstörungsfreien oder zerstörungsarmen Zugangs ist das erste Mittel der Wahl. Oft ist der Weg in die (scheinbar) brennende Wohnung oder zur hilflosen Person einfacher als man denkt und die Anwendung von Spezialwerkzeugen nur der zweite Schritt. „Manchmal hilf schon Sturmklingeln und lautes klopfen - wenn jemand in der Wohnung und noch bei Bewusstsein ist. “ Das Halligan-Tool oder die Motor- bzw. Säbelsäge als „große Lösung“ sind die letzten Mittel der Wahl. Aus seinen Erfahrungen bei der Berufsfeuerwehr konnte Frank Hüsch zahlreiche Einsatzbeispiele nennen, was nicht nur zu Stirnrunzeln und intensiver Diskussion führte, sondern mitunter auch zum einen oder anderen Lacher. Ob nun Fenster oder Türen, am Ende des Lehrgangs stellten diese „Hindernisse“ für die Teilnehmer keine nennenswerten Probleme mehr da. Unzählige Zylinder wurden aus den Übungstüren „gezogen“ und auch das gekippte Fenster war schnell überwunden. So ging dieser interessante und kurzweilige Lehrgang schnell vorüber und das Fazit fiel nach dem Schlussgespräch mehr als positiv aus.
   
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